Die Künstler*innen: Luxemburg

Julien Hübsch

Der junge Künstler Julien Hübsch (*1995) lässt sich vor allem von urbanen Räumen wie Baustellen oder auch verlassenen Orten inspirieren, an denen die Spuren des Menschen noch wahrnehmbar sind. Zur Erschaffung dieser erstaunlichen Installationen verwendet er Baumaterialien wieder und setzt sie an den jeweiligen Orten ein. Mit seinen Werken kreiert der Künstler eine plastische Welt, die sich permanent im Bau befindet und stets auf den Raum abgestimmt ist, in dem sich die Skulptur befindet. Der Schaffensprozess vor Ort ist dabei ebenso wichtig wie das Ergebnis. Diese gestalterische Leistung lässt seine Kunst lebendig wirken. Das fertige Werk steht so sinnbildlich und stellvertretend für den künstlerischen Prozess.

Sali Muller

In ihrer Konzeptkunst beschäftigt sich Sali Muller mit der Rolle des Einzelnen in seiner Beziehung zu sich selbst und seiner Umwelt. Sie analysiert dabei vor allem die Art und Weise der Entfremdung des Menschen von der Natur und der Selbstdarstellung. Mit ihren Werken lässt die Künstlerin so den Ausstellungsraum als Ganzes zu einem in ständigem Wandel befindlichen Denkraum werden und bietet dem Publikum so ein ästhetisches und physisches Erlebnis, das über die Selbstbetrachtung hinausgeht. Die reflektierenden Oberflächen heben die Grenzen des Raumes visuell auf und werden zur Schnittstelle zwischen Äußerem und Innerem, zwischen hier und dort.

Jim Peiffer

Äußerst expressiv und absolut schonungslos zeigen die Werke von Jim Peiffer (*1987) eine Form der Komposition, in welcher der Künstler Subjekt oder Akteur ist. Das Objekt ist mal vorhanden, mal fehlt es im Bild. Er malt und zeichnet mit unterschiedlichen Techniken (Stifte, Acrylfarbe, Sprühfarbe, Tusche oder Kreide) auf Holz, Leinwand oder auch verschiedenen anderen Malgründen. Auf diese Weise entstehen übereinander liegende Farbpigmentschichten, die den Eindruck einer Ansammlung von Motiven und Figuren auf der Oberfläche der Malgründe intensivieren.

 

Arny Schmit

Für seine Werke verwendet der luxemburgische Künstler Arny Schmit als Malgrund mehrlagigen Karton, um seinen Kompositionen eine dritte Dimension zu verleihen. Seine monochromen Landschaften, die eine wilde Natürlichkeit ausstrahlen, schweben zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Vermischte Darstellungen von Natur und Mensch sind seine Hauptinspirationsquelle. Geometrische Formen bilden einen Gegensatz zu den organischen Formen der Landschaft. Um den Kontrast zwischen den strengen menschengemachten und den natürlichen Formen zu unterstreichen, verwendet der Künstler Neonfarben. In seinen Werken kommt der Mensch zwar vor, wird jedoch wirklichkeitsfern dargestellt.