AI JOINS US (#3): "Flüssige Körper" von Mert Akbal
Animal Matrix Oktopus-Tiger von Mert Akbal - Mert Akbal
Animal Matrix Oktopus-Tiger von Mert Akbal - Mert Akbal
Animal Matrix Oktopus-Tiger von Mert Akbal - Mert Akbal
"AI Joins Us" ist eine Reihe der Stadtgalerie Saarbrücken, durch die wir gemeinsam mit unserem Publikum und Künstler*innen kritisch auf die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (kurz: KI oder im Englischen AI) schauen. Lassen sich mit KI wünschenswerte Zukünfte gestalten? Und wenn ja, wie könnte uns das glücken? Hier sind alle Altersgruppen eingeladen, mit KI zu interagieren. Das Konzept zur Reihe entwickelten Hojin Kang, der auch der erste Künstler der Reihe war und Katharina Ritter.
Vom 24. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027 realisiert Mert Akbal für die Reihe "AI Joins Us" (#3) drei neue Arbeiten:
In den Leuchtkästen im Innenhof werden generative Malereien gezeigt. Sie entstehen aus der algorithmischen Mischung von Tierbildern, die in Öl und Aquarell auf Papier und Holz gemalt wurden.
Im St. Johanner-Markt-Raum zeigt Mert Akbal eine raumgreifende Medieninstallation. Diese bietet Besucher*innen die Möglichkeit, ihren eigenen Körper via Kamera in die Gemälde einzubinden. Der Mensch, als vermeintlich mächtiger Akteur, wird hier selbst zu einem Tierbild und ordnet sich gleichwertig in die neu entstandenen Mischwesen ein.
Die Arbeit verbindet Mensch und Maschine mit spielerischer Leichtigkeit und stellt zugleich die Frage: Wie wird KI unser Leben verändern? Wer gestaltet die Entwicklung – und wer bleibt außen vor?
Die dritte Arbeit findet in Form einer „Surrealisten-Werkstatt“ statt. Diese zweistündige Werkstatt vermittelt das Bildermachen als selbstverständliche kulturelle Praxis erfahrbar – unter anderem durch den besonderen Bezug des Surrealismus zur KI-Bildgenerierung. (Termin: 1. Dezember 2026, 17 Uhr in der Stadtgalerie)
Seit 2011 erforscht Mert Akbal, wie Menschen durch Bilder denken, argumentieren und diskutieren. Seine Arbeiten der 2010er Jahre konzentrierten sich auf die Simulationsfunktionen von Träumen. Heute untersucht er Methoden des Bildermachens und die Frage, wie generative Bildtechnologien uns inspirieren können, Formen, Farben, Figuren und Kompositionen neu zu überdenken und damit andere Wege des Denkens und visuellen Austauschs zu öffnen.